Liebe Mitmenschen!

Liebe Kulturinteressierte!

Liebes Publikum des KlezMORE Festivals!

 

Mit großem Bedauern müssen wir aufgrund der Covid -19 Pandemie und den zu deren Eindämmung beschlossenen Maßnahmen der derzeitigen Bundesregierung, das 17. KlezMORE Festival Vienna 2020 (7.11.-22.11.) absagen.

Wir werden versuchen das Festival in der für heuer geplanten/gebuchten Form 2021 umzusetzen, wenn gewünscht behalten dafür bereits erworbene Tickets für den jeweiligen Programmpunkt/Konzertabend ihre Gültigkeit. Selbstverständlich können erworbene Karten aber auch bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen retourniert werden und der Ticketpreis wird rückerstattet.

Wir hoffen und freuen uns auf ein Wiedersehen beim

18. KlezMORE Festival 2021 (6.11. bis 21.11. 2021),

unter hoffentlich glücklicheren und gesünderen Umständen,

 

herzlichst
Friedl Preisl

ABSAGE! 17. KlezMORE Festival Vienna 2020

vom 7. bis 22. November 2020

Das Programm ist da!

Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen folgen.
Der Ticketverkauf hat begonnen.

 

> Ticketinformationen

> Presseinformationen zum Festival auf www.gamuekl.org

> KlezMORE 2020 Programm

Zur Erinnerung an Christa Urbanek

von uns gegangen am 19. März 2021

Besucher des Akkordeonfestivals und vieler vieler anderer Konzerte werden sie als dominante Frau an der Kassa in Erinnerung haben. Burschikoser Kurzhaarschnitt, eine sehr beeindruckende Oberweite und eine Mordsgoschn mit deftigem Schmäh: Die „Tante“ Christa! 

Viele Konzertbesucher wussten allerdings nicht, dass Christa Urbanek nicht nur ein unverwechselbares Original, sondern auch eine einzigartige Künstlerin war. In ihren Kleinkunst-Programmen „Unikat“ und „Remasuri“ schilderte sie hinreissend Szenen aus ihrem bewegten Leben – freimütig, unverblümt und mit dem ihr eigenen grimmigen Humor. 

Mein Kollege Claus Tieber, der bei ihrem zweiten Programm Regie führte, beschreibt das sehr anschaulich: „Christa ist – wie der Titel ihres ersten Programms verrät – ein Unikat. Dies ist sie auf eine Art und Weise, die man weder proben noch inszenieren kann. Christa ist einfach sie selbst, sie spielt nicht, sondern ist so authentisch, wie es eine Kunstfigur nie sein könnte.“

Christa war aber auch eine eifrige Besucherin von Vorstellungen ihrer Kollegen. Überall gern gesehen – und zwar nicht nur, weil sie stets darauf bestand Eintritt zu zahlen. Claus Tieber: „Egal, ob volles Haus oder wenig Publikum, Christa machte als Besucherin so viel Stimmung wie gefühlte hundert Zuseher. Ob sie das Haus mit ihrem Lachen und Zwischenrufen mitriss oder uns Spielende vergessen ließ, dass wir vor nur fünf Leuten sitzen – mit Christa im Publikum war die Vorstellung gerettet.”

Die alleinerziehende Mutter zweier Töchter war aber auch sozial engagiert: Viele Jahre lang organisierte sie Weihnachtsvorstellungen mit höchst unterschiedlichen Künstlern, deren Erlös zum Ankauf von Schlafsäcken für Obdachlose verwendet wurde. Und sie hatte auch ein großes Herz und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Freunde und Bekannten.

Wer das liebenswerte Energiebündel Christa Urbanek erlebt hat – ob privat, ob in ihren Programmen oder als höchst offenherzige Performerin der legendären Rockband Drahdiwaberl – der wird sie nie vergessen.

Text:

Richard Weihs

Foto: Alfred Pany